Kompass Nachhaltigkeit

Öffentliche Beschaffung

Erdbeeren

CPV-Code
03222313-0

Für die Produktgruppe Lebensmittel können wir Ihnen leider noch keine Analyse relevanter Gütezeichen anbieten. Unsere Beispiele geben Ihnen Orientierung, welche sozialen und ökologischen Kriterien Sie in Ihrer Ausschreibung anlegen können.

Was Sie bei der Beschaffung von Lebensmitteln beachten sollten

Verpflegung in Kommunen umfasst

  • Catering bei Konferenzen, Empfängen oder anderen Veranstaltungen
  • Bewirtungsservice im Rathaus
  • Betreiben oder Verpachten von Kantinen in Verwaltungsgebäuden
  • Verpachten von Cafés, Kiosken oder (Getränke-)Automaten.

In Deutschland sind laut Umweltbundesamt 15 Prozent des Treibhausgasausstoßes der Ernährung zuzuordnen. Die Auswirkungen in der industriellen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sind je nach Produktgruppe unterschiedlich stark: Fleisch und tierische Erzeugnisse führen z.B. nachweislich zu den größten Umweltbelastungen (Europäische Kommission), erzeugen aber auch die größten Mehrkosten bei der Beschaffung von öko-fairen Alternativen. Durch den Einsatz regionaler und saisonaler Produkte und eine Verringerung der Fleischbeilage bei der Menüplanung lassen sich die negativen Kosteneffekte jedoch deutlich abmildern oftmals sogar komplett ausgleichen.

Gerade bei Südfrüchten ist die Belastung für Boden und Arbeitskräfte in der konventionellen Landwirtschaft gravierend. Generell gilt, dass die Arbeitsbedingungen von Kleinbäuerinnen und -bauern und sowie Arbeiterinnen und Arbeitern in den Anbau- und Erzeugungsländern gerade in der konventionellen Landwirtschaft oft schlecht sind.

Die Beschaffung von Lebensmitteln aus fairer und ökologischer Produktion kann beispielsweise die Arbeiterrechte stärken und den Einsatz von Chemikalien reduzieren. Allgemeine Hinweise zum Einkaufprozess finden Sie hier.

 

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

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Lieferkette im Detail

Klicken Sie auf einzelne Schritte in der Infografik links, um mehr über die ökologischen und sozialen Herausforderungen bei der Beschaffung von Lebensmitteln zu erfahren.

01 Anbau/Erzeugung

Für Anbau und Erzeugung von Lebensmitteln wird viel Fläche benötigt. Sowohl beim Anbau als auch bei der Erzeugung von Grundprodukten für den Lebensmittelsektor gibt es teils schwerwiegende ökologische und soziale Problemstellungen. Insbesondere in der konventionellen Landwirtschaft können Umweltverschmutzungen und Menschenrechtsverletzungen massive negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeitskräfte, die Bodenfruchtbarkeit und die Lebensgrundlagen (Wasser, Land) umliegender Gemeinden haben. Beispiele für Herausforderungen können sein:

 

Ökologische Herausforderungen

 

  • Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln, die Wasser, Luft, Boden und Lebensmittel kontaminieren können
  • Massiver CO2- und Methan-Ausstoß z.B. bei Rindfleisch, Geflügel- und Schweinefleisch, Treibhausgemüse, Reis aus Nassanbau
  • Artensterben wird durch Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln beschleunigt
  • Hoher Wasser- und/oder Energieverbrauch, beispielsweise für die Herstellung von synthetischem Dünger und beim Anbau bestimmter Lebensmittel, z.B. Avocado
  • Bodendegradation z.B. durch Versalzung der Böden
  • Auswirkungen auf die Artenvielfalt durch Monokulturen
  • Entwaldung zur landwirtschaftlichen Nutzung von Flächen: Dies führt zu Bodenerosion und einem Verlust der Artenvielfalt
  • Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und Futtermittel (Hierzu: Gesetz zur Regelung der Gentechnik (GenTG) sowie der Verordnung über die gute fachliche Praxis bei der Erzeugung gentechnisch veränderter Pflanzen (GenTPflEV)
  • Gefahr von resistenten Keimen und Krankheitserregern in der Geflügelhaltung durch Antibiotika-Einsatz
  • Bei tierischen Erzeugnissen wird oft der Tierschutz missachtet (z.B. keine artgerechte Haltung, kein artgerechter Transport, Verstümmelung).
  • Aussortierung von bis zu 30% des Obst- und Gemüse wegen optischer Mängel durch Handels- und Supermarktketten

 

Soziale Herausforderungen (in den Anbaubetrieben)

 

  • Gesundheitliche Beeinträchtigung von Landwirtinnen und Landwirten sowie Plantagenarbeitenden durch falsche Handhabung von Chemikalien und Kontakt mit Pestiziden, sowie unzureichende Sicherheitsmaßnahmen für Arbeitende (z.B. Erkrankungen durch fehlende Schutzkleidung)
  • Keine existenzsichernden Löhne
  • Lange Arbeitszeiten oft jenseits der gesetzlichen Bestimmungen und unbezahlte Überstunden
  • Kinder- und Zwangsarbeit
  • Gewalt, Diskriminierung und Belästigung von Arbeiterinnen und Arbeitern
  • Schlechte Unterkünfte und sanitäre Anlagen, insbes. für Saison- und Wanderarbeiterinnen und -arbeiter
  • Wassermangel in Anbauregionen von wasserintensiven Lebensmitteln wie Avocado z.B. in Chile führt zu Wassermangel vor Ort für die Bevölkerung

 

 

02 Verarbeitung

Der Verarbeitungsgrad von Lebensmitteln nimmt beständig zu, der Anteil von Fertiggerichten steigt Jahr für Jahr. Diese haben eine schlechte Ökobilanz, verursacht durch den meist hohen Energieverbrauch bei der Herstellung und durch die oft aus Plastik bestehende, aufwendige Verpackung. Bei Lebensmitteln wird die Umwelt- und Klimabilanz oft weniger durch das Produkt bestimmt als dadurch, wo und wie diese Produkte angebaut und danach transportiert und verpackt wurden. 1,13 Billionen Verpackungen für Lebensmittel waren es 2018. Laut Umweltbundesamt fielen in 2020 rund 19 Millionen Tonnen Verpackungsmüll in Deutschland an. Bei Obst- und Gemüse ist der Anteil vorverpackter Ware laut NABU bei fast 60%. Weit über 50% davon bestehen aus Kunststoff. Verpackungen haben oft einen Anteil von 25% am Gesamtgewicht der Ware.

Während der Verarbeitung von Grundprodukten zu Lebensmitteln können u.a. folgende ökologische und soziale Herausforderungen entstehen:

 

Ökologische Herausforderungen

 

  • Einsatz von Chemikalien und Konservierungsstoffen,
  • Lange Transportwege vom Anbau zur Verarbeitung
  • Wasserverbrauch und Kontamination (z.B. durch Pestizide im Waschwasser von Obst- oder Gemüse),
  • Hoher Energieverbrauch bei der Verarbeitung und Lagerung
  • Massiver CO2- und Methan-Ausstoß bei einer Reihe von Lebensmitteln z.B. bei der Herstellung von Butter, Käse, Pommes Frites, Kaffee, Schokolade....
  • Schlechte Ökobilanz durch Einsatz von Kunststoffen für die Verpackung
  • Migration von Weichmachern und Klebstoffrückständen von der Verpackung in die Lebensmittel
  • Mikroplastik aus sich zersetzten Plastikabfällen landet in Meeren und Grundwasser

 

 

Soziale Herausforderungen

 

  • Keine ausreichende Sicherheit der Arbeitenden: gesundheitliche Belastung durch Einsatz von Chemikalien bei der Verarbeitung sowie durch fehlen ausreichender Schutzkleidung z.B. in Schlachthöfen
  • Keine existenzsichernden Löhne
  • Lange Arbeitszeiten oft jenseits der gesetzlichen Bestimmungen und unbezahlte Überstunden
  • Teilweise unzumutbare Unterkünfte für Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort
  • Gewalt, Diskriminierung und Belästigung von Arbeiterinnen und Arbeitern
  • Scheinselbstständigkeit von Angestellten über Werkverträge, um bestehendes Arbeitsrecht zu unterlaufen

03 Verzehr

Wissenschaftler gehen davon aus, dass mehr als 70% aller Erkrankungen in den westlichen Industrieländern ernährungs- und lebensstilinduziert sind. Insbesondere Fehlernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht spielen dabei eine große Rolle.

Beim Verzehr von Lebensmitteln gibt es folgende soziale und ökologische Herausforderungen:

 

Ökologische Herausforderungen

  • Lebensmittelverschwendung durch schlechte Mengenplanung

 

Soziale Herausforderungen

  • Unausgewogene Ernährung führt zu erhöhtem Gesundheitsrisiko.

 

04 Entsorgung

In Deutschland entstehen rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr. Eine Studie der Fachhochschule Münster zeigt, wie sich durch bessere Planung die Lebensmittelabfälle in Großküchen deutlich verringern ließen. Die Bundesregierung hat in ihrer Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung das Ziel ausgegeben, diese bis 2030 um 50% zu reduzieren. Bei der Entsorgung von Lebensmitteln gibt es folgende soziale und ökologische Herausforderungen:

 

Ökologische Herausforderungen:

  • Unnötiger Ressourcenverbrauch durch Lebensmittelverschwendung
  • Verlust von Wasser, Energie, Vitaminen und Mineralien im Boden, Arbeitsstunden und -aufwand, Düngemittel und Anbaufläche
  • Rund 4,4 Milliarden Tonnen Treibhausgase landen durch verschwendete Lebensmittel jedes Jahr vollkommen unnötig in unserer Atmosphäre. 
  • Emissionen und Kontamination von Wasser und Boden durch falsche Entsorgung insbesondere von Plastikverpackungen

 

Soziale Herausforderungen:

  • Ethischer Konflikt: Weltweit sind mehr als 800 Millionen Menschen chronisch unterernährt.

05 Transport

Kiwis aus Neuseeland, Tomaten aus den Niederlanden, Weintrauben aus Südafrika und Verzehr in Europa: So oder so ähnlich kann die Herkunft der Lebensmittel Ihrer Mahlzeiten aussehen. Rund 4% der in Deutschland verbrauchten Lebensmittel kommen aus Übersee. Diese erzeugen 70% der durch Lebensmitteltransport gefahrenen Kilometer. Vom Anbau der Grundprodukte bis zum Verzehr werden oftmals lange Transportwege zurückgelegt. Die Importware verbraucht 11-mal mehr Energie, stößt 11-mal mehr CO2 aus und verbraucht 28-mal so viel Schwefeldioxid wie einheimische Produkte. Aufgrund der teilweise hohen Verderblichkeit der Waren werden oft CO2-intensivere Transportmittel wie Flugzeuge eingesetzt, um einen schnelleren Transport abzuwickeln. Hinzu kommt, dass die Produkte aufgrund ihrer schnelleren Verderblichkeit oftmals gekühlt werden müssen. Hierdurch ergibt sich ein zusätzlicher Energiebedarf, der die Umwelt belastet. Treibstoffverbrauch und Abgase sorgen für Umwelt- und Klimabelastungen, die auch für die Gesundheit der Menschen schädlich sind. Für den Transport mit schweren Nutzfahrzeugen wie LKW gilt die Abgasnorm Euro VI, die von Beschaffungsstellen für den Transport verlangt werden sollte. 

 

Ökologische Herausforderungen:

  • Klimaschädliche CO2-Emissionen durch Transport von Lebensmitteln insbesondere bei Überseeprodukten
  • Emissionen von Stickoxid, Feinstaub und Schwefeloxid insbesondere bei Verwendung von Dieselmotoren

 

Soziale Herausforderungen:

  • Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen für Berufskraftfahrende aus osteuropäischen Ländern.
  • Illegales und unlauteres Sozialdumping durch harten Preiskampf in der Branche
  • Nichteinhaltung von Ruhezeiten und Pausen

01.Anbau/Erzeugung

Anbau von landwirtschaftlichen Produkten sowie Erzeugung tierischer Produkte

02.Verarbeitung

Weiterverarbeitung der Grunderzeugnisse z.B. zu (Teil-)Fertiggerichten, Getränken etc.

Herausforderungen für die einzelnen Phasen erfahren

  • Bedarfsanalyse

    Bedarfsanalyse

  • Marktanalyse

    Marktanalyse

    Definieren Sie ihre Bedarfe und setzen Sie Prioritäten. Recherchieren Sie nach Lebensmitteln aus ökologischem, integriertem Anbau oder fairem Handel.

    Teilen Sie dem Markt mit, dass Sie eine Ausschreibung für ökologische oder faire Lebensmittel planen (z.B. Vorabinformation im Amtsblatt der EU oder auf ihrer E-Vergabe Plattform und Webseite). Sie können auch eine Informationsveranstaltung für interessierte Bietende organisieren. Dies sollte ein technischer Dialog sein, der transparent und nicht diskriminierend für die Bietenden ist.

  • Auftragsgegenstand

    Auftragsgegenstand

    Formulieren Sie einen präzisen Auftragsgegenstand und geben Sie so Umwelt-und Sozialaspekten eine herausgehobene Rolle in Ihrer Ausschreibung.

    Formulierungsbeispiel Ökologische Erzeugung:

    • Beschaffung von [zu beschaffendes Produkt] mit einem Mindestanteil von [bestimmen Sie einen prozentualen Anteil] aus nachgewiesen ökologischer und/oder integrierter Erzeugung.

    Formulierungsbeispiel Gentechnik:

    • Beschaffung von [zu beschaffendes Produkt] aus nicht- gentechnisch veränderter Erzeugung.

    Formulierungsbeispiel Fairer Handel:

    • Beschaffung von [zu beschaffendes Produkt] aus fairem Handel.
  • Leistungsbeschreibung

    Leistungsbeschreibung

    Konzentrieren Sie sich beim Anbau und der Erzeugung von Grundprodukten in der Leistungsbeschreibung auf die Art des Anbaus/der Erzeugung.

    Formulierungsbeispiel ökologische Erzeugung:
    Die Lebensmittel sollen zu einen Mindestanteil aus [definieren Sie einen prozentualen Mindestanteil] Grundprodukten aus ökologischer Erzeugung stammen (Spezifikationen). Anregungen zum Mindestanteil entnehmen sie den Kriterien des Nachweises ihrer Wahl (s.u.).

    Nachweis:
    Einer der folgenden Standards bietet sich als Nachweis an:

    EU-Bio-ZeichenBioland, Naturland oder äquivalente Nachweise.

    Formulierungsbeispiel fairer Handel:
    Lebensmittel sollen zu einem Mindestanteil aus Grundprodukten [definieren Sie einen Mindestanteil in Prozent] aus fairem Handel stammen (Listen Sie die entsprechenden Spezifikationen zur Definition von fairem Handel in ihrer Leistungsbeschreibung auf).

    Nachweis:
    Fairtrade Siegel oder äquivalente Nachweise.

    Welche Gütezeichen die relevanten Aspekte abdecken, können Sie hier analysieren [bald verfügbar].

  • Zuschlagskriterien

    Zuschlagskriterien

    Laut dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) §97 (5) können Sie beim Zuschlagskriterium „wirtschaftlich günstigstes Angebot“ (MEAT) immer zwei oder mehr Teilkriterien kombinieren. So können diese auch soziale und ökologische Kriterien umfassen.

    Ihre MEAT Gewichtung könnte die Verwendung von biologisch erzeugten, gentechnikfrei oder fair produzierten Lebensmittel enthalten.

    Nachweis:
    Je nach Anforderung: Bio-Siegel (für biologisch erzeugte Lebensmittel), Ohne Gentechnik Siegel (für gentechnikfreie Lebensmittel), Fairtrade Siegel (für fair gehandelte Lebensmittel) oder äquivalente Nachweise.

  • Eignungskriterien & Ausschlussgründe

    Eignungskriterien & Ausschlussgründe

    Nutzen Sie Eignungs- und Ausschlusskriterien, um grobe Verstöße gegen geltendes Recht auszuschließen und die technische Kompetenz der Bietenden in Umwelt- und Sozialfragen festzulegen. Eignungskriterien müssen im direkten Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen.

    Eignungskriterien:
    Das Personal muss mehrjährige Erfahrung im ökologischen Anbau oder fairen Handel von Grundprodukten haben.

    Nachweis:
    Bereits erfüllte Aufträge.

    Mitarbeitende und Saisonarbeitende müssen mindestens den aktuellen Tariflohn bzw. den gesetzlich festgelegten Mindestlohn erhalten.

    Nachweis:
    Bieterklärung (viele Bundesländer haben Vorlagen entwickelt z.B. Bremen, länderübergreifende Vorlagen finden Sie hier).

    Ausschlussgründe - fakultativ: 
    Ausschluss aufgrund der Nichteinhaltung der ILO Kernarbeitsnormen.

    Nachweis:
    z.B. Mitgliedschaft in einer Multistakeholder Initiative oder einer unabhängigen Überwachungsorganisation (z.B. Ethical Trading Initiative), Vorlage einer aktuellen und unabhängigen Zertifizierung der Arbeitsbedingungen, internes Audit des Bietenden zu den Arbeitsbedingungen entlang seiner Zulieferkette, Verhaltenskodex der mindestens den ILO Kernarbeitsnormen entspricht oder äquivalente Nachweise.

    Ausschlussgründe - obligatorisch:
    Ausschluss aufgrund eines rechtskräftig festgestellten Verstoßes gegen Umweltrecht, Zahlung der Sozialbeiträge, Tariftreue, oder nicht kenntlich gemachte Beauftragung von Subunternehmern bei Angebotsabgabe.

  • Auftragsausführung

    Auftragsausführung

    Stellen Sie sicher, dass die Einhaltung und regelmäßige Überprüfung der Umwelt- und Sozialkriterien aus ihrer Ausschreibung im Vertragswerk rechtlich sicher festgelegt ist. Dies können Sie entweder für alle Zulieferer entlang der Produktionskette oder nur für die Anbietenden vor Ort umsetzen. Nur so werden die sozialen und ökologischen Kriterien auch wirklich implementiert. Halten sie beispielsweise fest, dass der Vertragspartner die Zertifizierungen für die gesamte Dauer des Vertrages behalten muss.

    Im Fall von Lebensmitteln, die außerhalb Europas angebaut werden (Kaffee, Tee, Kakao, Südfrüchte usw.), kann von den Zulieferern eine regelmäßige Auskunft zu den Arbeits- und Herstellungsbedingungen eingeholt werden. Obwohl dies natürlich keine umfassende Überprüfung ersetzt, kann so zumindest ein wenig Druck auf die Zulieferer ausgeübt und ein Signal für zukünftige Ausschreibungen gesendet werden.

    In den Auftragsausführungsklauseln können zudem umweltfreundliche Maßnahmen ohne direkten Produktbezug festgelegt werden:

    • Umweltfreundlicher Transport: Effiziente Streckenführung, geringe CO2 Emissionen, Optimierung des Fuhrparks, Nutzung alternativer Transportmittel (z.B. Zug, Nutzung von Segways innerhalb der Produktionsstätte, E-Shuttlebusse für Logistik), effiziente Anlieferungsmengen, wiederverwendbares Transportverpackungsmaterial

    • Umweltfreundliche Verpackung: Dem Wertstoffkreislauf wiederzuführbare Verpackungen, Rücknahme der Verpackungen durch den Zulieferer

    • Effizienter Ressourcen- und Energieverbrauch, Abfallvermeidung

    • Mitarbeitende (einschließlich Saisonkräfte) müssen mindestens den aktuellen Tariflohn bzw. den gesetzlich festgelegten Mindestlohn erhalten

  • Vertragsmanagement & Monitoring

    Vertragsmanagement & Monitoring

    Beim Vertragsmanagement und Monitoring werden die vergebenen Aufträge über den gesamten Auftragszeitraum hinweg durch Instrumente folgender Art überwacht: Fragebogen/Selbsteinschätzung, Inspektionen (Audits), Workshops, Stichproben und zufällige Kontrollen der Produktionsstätten, regelmäßige Überprüfung der Sozial- und Umweltvoraussetzungen durch externe Gutachter.

    Falls die ILO Kernarbeitsnormen zum Zeitpunkt des Angebots noch nicht vollständig eingehalten wurden, sollten sie innerhalb eines Jahres nachweislich eingehalten werden. Dazu liefert der Bietende einen der folgenden Nachweise:

    • Mitgliedschaft in einer Multistakeholder Initiative oder einer unabhängigen Überwachungsorganisation

    • Nachweis eines aktuellen und unabhängigen Audits der Arbeitsbedingungen

    • Internes Audit des Bietenden zu den Arbeitsbedingungen entlang seiner Zulieferkette

    • Verhaltenskodex einschließlich der ILO Kernarbeitsnormen

  • Bedarfsanalyse

    Bedarfsanalyse

    Erwägen Sie Aufteilung in Lose, um regionalen Bietenden und KMUs die Teilnahme zu erleichtern.  

  • Marktanalyse

    Marktanalyse

    Definieren Sie welche Ver- und Bearbeitungsmethoden Sie bevorzugen. Sprechen Sie mit aktuellen und potentiellen Zulieferern, ob andere Verarbeitungsmethoden möglich sind.

    Organisieren Sie eine Informationsveranstaltung für Ihre regionalen KMUs. So unterstützen Sie kleinere Anbieter, die sich z.B. aufgrund der geforderten Mengen und des administrativen Aufwands noch kein Angebot zutrauen.

  • Auftragsgegenstand

    Auftragsgegenstand

    Formulieren Sie einen präzisen Auftragsgegenstand und geben Sie so Umwelt-und Sozialaspekten eine herausgehobene Rolle in Ihrer Ausschreibung.

    Formulierungsbeispiel Inhaltsstoffe:

    • Beschaffung von [zu beschaffende Produkte] für deren Herstellung möglichst wenig umwelt- und gesundheitsbelastende Stoffe verwendet wurden.

    Formulierungsbeispiel Emissionen:

    • Beschaffung von energieeffizient produzierten [zu beschaffendes Produkt].

    Formulierungsbeispiel Arbeitsnormen:

    • Beschaffung von [zu beschaffendes Produkt] der/ die/ das unter Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen produziert wurde/n.

     

     

  • Leistungsbeschreibung

    Leistungsbeschreibung

    Konzentrieren Sie sich für die Produktionsphase in der Leistungsbeschreibung bei frischen Produkten auf eine saisonale Auswahl und einen möglichst umweltfreundlichen Transport.

    Formulierungsbeispiel saisonale Auswahl:
    [Definieren Sie einen prozentualen Anteil] der Lebensmittel sollen der Saison entsprechend ausgewählt werden. Ein Saisonkalender wird von der ausschreibenden Stelle zur Verfügung gestellt.

    Nachweis: Überprüfen Sie diese Spezifikation im Rahmen des Vertragsmonitorings.

    Formulierungsbeispiel Transport:
    Lebensmittel sollen ausschließlich in wiederverwendbaren Transportbehältnissen (Rollcontainer, keine Holzpaletten) geliefert werden).

    Nachweis: Überprüfen Sie diese Spezifikation im Rahmen des Vertragsmonitorings.

    Welche Gütezeichen die relevanten Aspekte abdecken, können Sie hier analysieren [bald verfügbar].

  • Eignungskriterien & Ausschlussgründe

    Eignungskriterien & Ausschlussgründe

    Nutzen Sie Eignungs- und Ausschlusskriterien, um grobe Verstöße gegen geltendes Recht auszuschließen und die technische Kompetenz der Bietenden in Umwelt- und Sozialfragen festzulegen. Eignungskriterien müssen im direkten Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen.

    Eignungskriterien:
    Das Personal muss nachweislich eine chemisch-technische Ausbildung haben und im sorgsamen Umgang mit den verwendeten Zusatzstoffen geschult sein.

    Nachweis:
    Entsprechende Zertifikate und Zeugnisse des involvierten Personals.

    Ausschlussgründe - fakultativ: 
    Ausschluss aufgrund der Nichteinhaltung der ILO Kernarbeitsnormen.

    Nachweis:
    z.B. Mitgliedschaft in einer Multistakeholder Initiative oder einer unabhängigen Überwachungsorganisation (z.B. Ethical Trading Initiative), Vorlage einer aktuellen und unabhängigen Zertifizierung der Arbeitsbedingungen, internes Audit des Bietenden zu den Arbeitsbedingungen entlang seiner Zulieferkette, Verhaltenskodex der mindestens den ILO Kernarbeitsnormen entspricht oder äquivalente Nachweise.

    Ausschlussgründe - obligatorisch:
    Ausschluss aufgrund eines rechtskräftig festgestellten Verstoßes gegen Umweltrecht, Zahlung der Sozialbeiträge, Tariftreue, oder nicht kenntlich gemachte Beauftragung von Subunternehmern bei Angebotsabgabe.

  • Zuschlagskriterien

    Zuschlagskriterien

    Laut dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) §97 (5) können Sie beim Zuschlagskriterium „wirtschaftlich günstigstes Angebot“ (MEAT) immer zwei oder mehr Teilkriterien kombinieren. So können diese auch soziale und ökologische Kriterien umfassen.


    Ihre MEAT Gewichtung könnte zusätzliche Punkte für eine Produktions- und Lieferlogistik vergeben, die auf möglichst geringe Emissionen klimaschädlicher Gase achtet. So können Sie auch lokalen und regionalen Anbietern die Teilnahme erleichtern.

  • Auftragsausführung

    Auftragsausführung

    Stellen Sie sicher, dass die Einhaltung und regelmäßige Überprüfung der Umwelt- und Sozialkriterien aus ihrer Ausschreibung im Vertragswerk rechtlich sicher festgelegt ist. Dies können Sie entweder für alle Zulieferer entlang der Produktionskette oder nur für die Anbietenden vor Ort umsetzen. Nur so werden die sozialen und ökologischen Kriterien auch wirklich implementiert. Halten sie beispielsweise fest, dass der Vertragspartner die Zertifizierungen für die gesamte Dauer des Vertrages behalten muss.

    Im Fall von Lebensmitteln, die außerhalb Europas angebaut werden (Kaffee, Tee, Kakao, Südfrüchte usw.), kann von den Zulieferern eine regelmäßige Auskunft zu den Arbeits- und Herstellungsbedingungen eingeholt werden. Obwohl dies natürlich keine umfassende Überprüfung ersetzt, kann so zumindest ein wenig Druck auf die Zulieferer ausgeübt und ein Signal für zukünftige Ausschreibungen gesendet werden.

    In den Auftragsausführungsklauseln können zudem umweltfreundliche Maßnahmen ohne direkten Produktbezug festgelegt werden:

    • Umweltfreundlicher Transport: Effiziente Streckenführung, geringe CO2 Emissionen, Optimierung des Fuhrparks, Nutzung alternativer Transportmittel (z.B. Zug, Nutzung von Segways innerhalb der Produktionsstätte, E-Shuttlebusse für Logistik), effiziente Anlieferungsmengen, wiederverwendbares Transportverpackungsmaterial

    • Umweltfreundliche Verpackung: Dem Wertstoffkreislauf wiederzuführbare Verpackungen, Rücknahme der Verpackungen durch den Zulieferer

    • Effizienter Ressourcen- und Energieverbrauch, Abfallvermeidung

    • Mitarbeitende (einschließlich Saisonkräfte) müssen mindestens den aktuellen Tariflohn bzw. den gesetzlich festgelegten Mindestlohn erhalten

  • Vertragsmanagement & Monitoring

    Vertragsmanagement & Monitoring

    Beim Vertragsmanagement und Monitoring werden die vergebenen Aufträge über den gesamten Auftragszeitraum hinweg durch Instrumente folgender Art überwacht: Fragebogen/Selbsteinschätzung, Inspektionen (Audits), Workshops, Stichproben und zufällige Kontrollen der Produktionsstätten, regelmäßige Überprüfung der Sozial- und Umweltvoraussetzungen durch externe Gutachter.

    Falls die ILO Kernarbeitsnormen zum Zeitpunkt des Angebots noch nicht vollständig eingehalten wurden, sollten sie innerhalb eines Jahres nachweislich eingehalten werden. Dazu liefert der Bietende einen der folgenden Nachweise:

    • Mitgliedschaft in einer Multistakeholder Initiative oder einer unabhängigen Überwachungsorganisation

    • Nachweis eines aktuellen und unabhängigen Audits der Arbeitsbedingungen

    • Internes Audit des Bietenden zu den Arbeitsbedingungen entlang seiner Zulieferkette

    • Verhaltenskodex einschließlich der ILO Kernarbeitsnormen

  • Bedarfsanalyse

    Bedarfsanalyse

    Wieviel Lebensmittel verbrauchen wir wirklich? Bzw. besteht der Bedarf weiterhin? Der Resterechner kann Ihnen zeigen, wie viel Geld und Energie durch Lebensmittelabfälle verloren geht.

    Kann der Bedarf auch anders gedeckt werden? (z.B. Kauf eines Alternativprodukts, saisonale Lebensmittel)

  • Marktanalyse

    Marktanalyse

    Definieren Sie ihre Bedarfe und setzen Sie Prioritäten. Recherchieren Sie nach saisonalen Lebensmitteln, so dass durch kurze Lagerzeiten die Emissionen so gering wie möglich bleiben.

    Informieren Sie sich über mögliche gesundheitsbelastende Zusatzstoffe im Endprodukt.

  • Auftragsgegenstand

    Auftragsgegenstand

    Formulieren Sie einen präzisen Auftragsgegenstand und geben Sie so Umwelt-und Sozialaspekten eine herausgehobene Rolle in Ihrer Ausschreibung.

    Formulierungsbeispiel Inhaltsstoffe:

    • Beschaffung von [zu beschaffendes Produkt] für deren Herstellung möglichst wenig umwelt- und gesundheitsbelastende Stoffe verwendet wurden. 

     

     

  • Leistungsbeschreibung

    Leistungsbeschreibung

    Konzentrieren Sie sich für die Verzehrphase in der Leistungsbeschreibung auf einen möglichst geringen Einsatz von Verpackungen.

    Formulierungsbeispiel Verpackungsgrößen:
    Die Lebensmittel sollen nicht portioniert (in Einzelpackungen) geliefert werden.

    Nachweis: Auflistung der genutzten Verpackungsgrößen.

    Welche Gütezeichen die relevanten Aspekte abdecken, können Sie hier analysieren [bald verfügbar].

  • Eignungskriterien & Ausschlussgründe

    Eignungskriterien & Ausschlussgründe

  • Zuschlagskriterien

    Zuschlagskriterien

    Laut dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) §97 (5) können Sie beim Zuschlagskriterium „wirtschaftlich günstigstes Angebot“ (MEAT) immer zwei oder mehr Teilkriterien kombinieren. So können diese auch soziale und ökologische Kriterien umfassen.

    Ihre MEAT Gewichtung könnte zusätzliche Punkte für eine nachvollziehbare Strategie zur Verbesserung der Auswahl an gesunden Lebensmitteln in einem Dienstleistungsvertrag für Catering oder Kantinen vergeben.

  • Auftragsausführung

    Auftragsausführung

    Stellen Sie sicher, dass die Einhaltung und regelmäßige Überprüfung der Umwelt- und Sozialkriterien aus ihrer Ausschreibung im Vertragswerk rechtlich sicher festgelegt ist. Dies können Sie entweder für alle Zulieferer entlang der Produktionskette oder nur für die Anbietenden vor Ort umsetzen. Nur so werden die sozialen und ökologischen Kriterien auch wirklich implementiert. Halten sie beispielsweise fest, dass der Vertragspartner die Zertifizierungen für die gesamte Dauer des Vertrages behalten muss.

    Im Fall von Lebensmitteln, die außerhalb Europas angebaut werden (Kaffee, Tee, Kakao, Südfrüchte usw.), kann von den Zulieferern eine regelmäßige Auskunft zu den Arbeits- und Herstellungsbedingungen eingeholt werden. Obwohl dies natürlich keine umfassende Überprüfung ersetzt, kann so zumindest ein wenig Druck auf die Zulieferer ausgeübt und ein Signal für zukünftige Ausschreibungen gesendet werden.

    In den Auftragsausführungsklauseln können zudem umweltfreundliche Maßnahmen ohne direkten Produktbezug festgelegt werden:

    • Umweltfreundlicher Transport: Effiziente Streckenführung, geringe CO2 Emissionen, Optimierung des Fuhrparks, Nutzung alternativer Transportmittel (z.B. Zug, Nutzung von Segways innerhalb der Produktionsstätte, E-Shuttlebusse für Logistik), effiziente Anlieferungsmengen, wiederverwendbares Transportverpackungsmaterial

    • Umweltfreundliche Verpackung: Dem Wertstoffkreislauf wiederzuführbare Verpackungen, Rücknahme der Verpackungen durch den Zulieferer

    • Effizienter Ressourcen- und Energieverbrauch, Abfallvermeidung

    • Mitarbeitende (einschließlich Saisonkräfte) müssen mindestens den aktuellen Tariflohn bzw. den gesetzlich festgelegten Mindestlohn erhalten

  • Vertragsmanagement & Monitoring

    Vertragsmanagement & Monitoring

    Beim Vertragsmanagement und Monitoring werden die vergebenen Aufträge über den gesamten Auftragszeitraum hinweg durch Instrumente folgender Art überwacht: Fragebogen/Selbsteinschätzung, Inspektionen (Audits), Workshops, Stichproben und zufällige Kontrollen der Produktionsstätten, regelmäßige Überprüfung der Sozial- und Umweltvoraussetzungen durch externe Gutachter.

    Falls die ILO Kernarbeitsnormen zum Zeitpunkt des Angebots noch nicht vollständig eingehalten wurden, sollten sie innerhalb eines Jahres nachweislich eingehalten werden. Dazu liefert der Bietende einen der folgenden Nachweise:

    • Mitgliedschaft in einer Multistakeholder Initiative oder einer unabhängigen Überwachungsorganisation

    • Nachweis eines aktuellen und unabhängigen Audits der Arbeitsbedingungen

    • Internes Audit des Bietenden zu den Arbeitsbedingungen entlang seiner Zulieferkette

    • Verhaltenskodex einschließlich der ILO Kernarbeitsnormen

  • Bedarfsanalyse

    Bedarfsanalyse

    Lebensmittelreste sollten soweit wie möglich umweltfreundlich entsorgt werden (Kompostierung/Verwendung für Biogas).  

  • Marktanalyse

    Marktanalyse

    Definieren Sie ihre Bedarfe und setzen Sie Prioritäten. Recherchieren Sie nach Lebensmitteln, die möglichst wenig und/oder gut recyclingfähig verpackt sind.


    Informieren Sie sich über eine mögliche energetische Nutzung (Biogas) von Lebensmittelresten in Ihrer Kommune.

  • Auftragsgegenstand

    Auftragsgegenstand

    Formulieren Sie einen präzisen Auftragsgegenstand und geben Sie so Umwelt-und Sozialaspekten eine herausgehobene Rolle in Ihrer Ausschreibung.

    Formulierungsbeispiel Minimum an Verpackung:

    • Beschaffung von [zu beschaffendes Produkt] mit einem Minimum an Verpackung.

    Formulierungsbeispiel – recycelbare Verpackung:

    • Beschaffung von [zu beschaffendes Produkt] mit recycelbarer Verpackung.

     

     

  • Leistungsbeschreibung

    Leistungsbeschreibung

    Konzentrieren Sie sich für die Entsorgungsphase in der Leistungsbeschreibung auf einen möglichst geringen Einsatz von Verpackung.

    Formulierungsbeispiel - Verpackung:
    Die Verpackung (Umverpackung oder Transportverpackung) der Lebensmittel soll einen recycelten Mindestanteil [definieren Sie einen Mindestanteil in Prozent] besitzen. (Spezifikationen). Den Mindestanteil entnehmen sie den Kriterien des Nachweises ihrer Wahl (s.u.).

    Nachweis:
    Einer der folgenden Standards bietet sich als Nachweis an:

    Blauer Engel für Recyclingpapier oder -karton oder äquivalente Nachweise.

    Formulierungsbeispiel kompostierbare Verpackungen:

    • Die Verpackung der Lebensmittel soll kompostierbar sein.

    Nachweis: Beschreibung der Verpackung.

    Welche Gütezeichen die relevanten Aspekte abdecken, können Sie hier analysieren [bald verfügbar].

  • Eignungskriterien & Ausschlussgründe

    Eignungskriterien & Ausschlussgründe

    Nutzen Sie Eignungs- und Ausschlusskriterien, um grobe Verstöße gegen geltendes Recht auszuschließen und die technische Kompetenz der Bietenden in Umwelt- und Sozialfragen festzulegen. Eignungskriterien müssen im direkten Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen.

    Eignungskriterien:
    Das Unternehmen trifft nachvollziehbare Maßnahmen zur Reduktion von Verpackungen.

    Nachweis:
    Ein Dossier bereits abgeschlossener Aufträge oder eine schriftliche Strategie.

    Ausschlussgründe - obligatorisch:
    Ausschluss aufgrund eines rechtskräftig festgestellten Verstoßes gegen Umweltrecht, Zahlung der Sozialbeiträge, Tariftreue, oder nicht kenntlich gemachte Beauftragung von Subunternehmern bei Angebotsabgabe.

  • Zuschlagskriterien

    Zuschlagskriterien

  • Auftragsausführung

    Auftragsausführung

    Stellen Sie sicher, dass die Einhaltung und regelmäßige Überprüfung der Umwelt- und Sozialkriterien aus ihrer Ausschreibung im Vertragswerk rechtlich sicher festgelegt ist. Dies können Sie entweder für alle Zulieferer entlang der Produktionskette oder nur für die Anbietenden vor Ort umsetzen. Nur so werden die sozialen und ökologischen Kriterien auch wirklich implementiert. Halten sie beispielsweise fest, dass der Vertragspartner die Zertifizierungen für die gesamte Dauer des Vertrages behalten muss.

    Im Fall von Lebensmitteln, die außerhalb Europas angebaut werden (Kaffee, Tee, Kakao, Südfrüchte usw.), kann von den Zulieferern eine regelmäßige Auskunft zu den Arbeits- und Herstellungsbedingungen eingeholt werden. Obwohl dies natürlich keine umfassende Überprüfung ersetzt, kann so zumindest ein wenig Druck auf die Zulieferer ausgeübt und ein Signal für zukünftige Ausschreibungen gesendet werden.

    In den Auftragsausführungsklauseln können zudem umweltfreundliche Maßnahmen ohne direkten Produktbezug festgelegt werden:

    • Umweltfreundlicher Transport: Effiziente Streckenführung, geringe CO2 Emissionen, Optimierung des Fuhrparks, Nutzung alternativer Transportmittel (z.B. Zug, Nutzung von Segways innerhalb der Produktionsstätte, E-Shuttlebusse für Logistik), effiziente Anlieferungsmengen, wiederverwendbares Transportverpackungsmaterial

    • Umweltfreundliche Verpackung: Dem Wertstoffkreislauf wiederzuführbare Verpackungen, Rücknahme der Verpackungen durch den Zulieferer

    • Effizienter Ressourcen- und Energieverbrauch, Abfallvermeidung

    • Mitarbeitende (einschließlich Saisonkräfte) müssen mindestens den aktuellen Tariflohn bzw. den gesetzlich festgelegten Mindestlohn erhalten

  • Vertragsmanagement & Monitoring

    Vertragsmanagement & Monitoring

    Beim Vertragsmanagement und Monitoring werden die vergebenen Aufträge über den gesamten Auftragszeitraum hinweg durch Instrumente folgender Art überwacht: Fragebogen/Selbsteinschätzung, Inspektionen (Audits), Workshops, Stichproben und zufällige Kontrollen der Produktionsstätten, regelmäßige Überprüfung der Sozial- und Umweltvoraussetzungen durch externe Gutachter.

    Falls die ILO Kernarbeitsnormen zum Zeitpunkt des Angebots noch nicht vollständig eingehalten wurden, sollten sie innerhalb eines Jahres nachweislich eingehalten werden. Dazu liefert der Bietende einen der folgenden Nachweise:

    • Mitgliedschaft in einer Multistakeholder Initiative oder einer unabhängigen Überwachungsorganisation

    • Nachweis eines aktuellen und unabhängigen Audits der Arbeitsbedingungen

    • Internes Audit des Bietenden zu den Arbeitsbedingungen entlang seiner Zulieferkette

    • Verhaltenskodex einschließlich der ILO Kernarbeitsnormen

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