Beispiele aus der Beschaffungspraxis: Bekleidung & Textilien
Hier finden Sie erfolgreiche kommunale Umsetzungsbeispiele, die die Vielfalt der Beschaffungsfälle, aber auch die Vielfalt erfolgreicher Lösungen zeigen. Ob optionale oder verbindliche Einhaltung, grundlegende oder weitergehende Kriterien, hier werden Sie fündig. Nur von Kommunen freigegebene Beispiele können wir hier veröffentlichen, daher bitten wir Sie, uns Ihre erfolgreichen Beispiele ebenfalls über dieses Formular einzureichen. Vielen Dank dafür!
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass es sich bei den folgenden Seiteninhalten um Beispiele handelt, wie unterschiedliche Kommunen erfolgreich nachhaltig beschafft haben, nicht um juristisch geprüfte Musterunterlagen. Wir bemühen uns um möglichst große Aktualität und erarbeiten die Zusammenfassungen nach bestem Wissen gemeinsam mit den Kommunen.
Dennoch können wir eine rechtssichere Übertragung auf Ihre individuelle Beschaffung nicht garantieren, da diese von sehr vielen Faktoren (lokaler Rechtsrahmen, Ausschreibungsgegenstand, Marktlage etc.) abhängt. Jede Kommune und Vergabestelle ist selbst verantwortlich für die rechtssichere Umsetzung ihrer Vergaben.
Was ist neu hier?
- Alle Beispiele einer Produktgruppe sind jetzt auf einer Seite
- Die die Produkte finden Sie über dem Fließtext des Beispiels aufgelistet
- Bei den Unternehmen ist in der Spalte “Produkte” angeführt, welche Produkte dieser Produktgruppe angeboten werden
Bremen - Arbeits- und Schutzkleidung mit sozialen und ökologischen Standards (2012)
Beschaffte Produkte
Beschreibung des Praxisbeispiels
Das Bundesland Bremen hat sich mit dem Tariftreue- und Vergabegesetz Ende 2009 gesetzlich verpflichtet, soziale und ökologische Kriterien bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen.
Durch die Teilnahme am LANDMARK-Projekt werden öffentliche Auftraggeber bei konkreten Ausschreibungen sensibler Produkte beraten. Es werden zudem Seminare für Beschaffende, Lieferanten und Bedarfsträger durchgeführt und sogenannte Unternehmensdialoge initiiert, um Lieferanten und Produzenten auf die neuen sozialen Anforderungen einzustellen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Initiierung struktureller Anpassungen im Einkaufsmanagement, z. B. wird eine zentrale Kompetenz für Arbeits- und Schutzkleidung aufgebaut, um die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Standards für alle Bedarfsträger rechtssicher zu gewährleisten. Seit Beginn des LANDMARK-Projekts im April 2011 wurde eine Bandbreite verschiedener Ausschreibungen in den Produktgruppen Arbeits- und Dienstbekleidung sowie Textilien, Natursteine und im Bereich der IT umgestellt.
Arbeits- und Dienstbekleidung
- Produktgruppe: Textilien (Dienstkleidung - Jacken und Hosen)
- Gesamtvolumen: ca. € 40.000
- Vergabeverfahren: beschränkte Ausschreibung
- Eingeforderte soziale Kriterien: ILO-Kernarbeitsnormen
- Verifizierungsmethode: gestaffelte Bietererklärung
- Ausschreibungsunterlagen
Einwohnerzahl Bremen:
577.000
Kontakt:
Carsten Schulz
Immobilien Bremen – Einkaufs- und Vergabezentrum
Telefon:
0421-361 76740
E-Mail:
einkauf@immobilien.bremen.de
Bremen - Rahmenvereinbarung für Sicherheitsschuhe für div. Einrichtungen (2020)
Beschaffte Produkte
Beschreibung des Praxisbeispiels
Die Freie Hansestadt Bremen, vertreten durch die Immobilien Bremen A.d.ö.R., hat in einem öffentlichen EU-weiten Vergabeverfahren Rahmenvereinbarungen zur Lieferung von Sicherheitsschuhen für Beschäftigte diverser bremischer Einrichtungen abgeschlossen (3 Lose).
Vergeben wurden die Aufträge für den Zeitraum 1.10.2020 bis 30.9.2023 mit zwei Verlängerungsoptionen für jeweils ein Jahr.
Ausschreibung und Vergabe wurden mit Unterstützung von SÜDWIND e.V. in einem mehrstufigen Verfahren durchgeführt. Neben Preis und Qualität flossen im Rahmen der Vergabe ökologische und soziale Anforderungen in die Wertung der Angebote ein. Das Vorhaben wurde finanziell unterstützt durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW).
Prozessbeschreibung
In eine ersten Schritt fand als Auftakt im Februar 2019 ein bundesweiter Herstellerkongress statt, bei dem neben Vertreterinnen und Vertretern aus Bremen und anderen interessierten Kommunen zahlreiche Hersteller (auch aus dem europäischen Ausland) und Expertinnen und Experten von Südwind e.V. und FEMNET e.V. anwesend waren. Bei dem Kongress wurden die Absichten der Hansestadt Bremen in der geplanten Ausschreibung vorgestellt und in einem intensiven Austausch diskutiert.
[Dokumentation Herstellerkongress zum Download]
In einem zweiten Schritt fand als weiterer wichtiger Bestandteil des Prozesses im Herbst 2019 ein Bieterdialog statt, in dem das geplante Verfahren in Bremen und die Anforderungen aus dem Bremer Tariftreue- und Vergabegesetz konkreter vorgestellt wurden. Da sich in der Produktgruppe Schuhe und Leder bisher kaum Gütezeichen, Siegel oder Multi-Stakeholder-Initiativen etabliert haben, die beispielsweise das Einhalten der ILO-Kernarbeitsnormen bei wichtigen Stufen der Wertschöpfungsketten hinreichend belegen, ist die erforderliche Nachweisführung erschwert. Deshalb wurde ein alternativer Weg der Nachweisführung bezüglich der ökologischen und sozialen Kriterien gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Herstellung und Handel konkretisiert.
[Dokumentation Bieterdialog zum Download]
Nach einem dritten und vierten Schritt – Nutzer- und Bieterworkshop – wurde dann schließlich die endgültige Leistungsbeschreibung festgelegt.
Rechtliche Grundlage
Grundlage war § 18 Bremisches Gesetz zur Sicherung von Tariftreue, Sozialstandards und Wettbewerb bei öffentlicher Auftragsvergabe (Tariftreue- und Vergabegesetz) vom 24. November 2009 (Brem.GBl. S. 476).
Teil der Ausschreibungsunterlagen war u.a. Formblatt 249HB (Anlage 1 zur BremKernV) „Ergänzende Vertragsbedingungen – Kernarbeitsnormen ILO“ sowie die DAC-Liste der Entwicklungsländer und -gebiete.
Die Wertungskriterien wurden wie folgt gewichtet: Angebotspreis mit 30%, Qualität (Tragekomfort/Verarbeitung) mit 40% und Soziale Nachhaltigkeit mit 30%. In allen drei Bereichen konnten maximal 10 Punkte erreicht werden.
Zum Nachweis der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit war das Formblatt 250HB („Angaben zum Nachweis der Einhaltung der Zusätzlichen Vertragsbedingungen ‚Kernarbeitsnormen ILO‘ für Textilien oder Lederwaren und Gerbprodukte“, Anlage 2 zur BremKernV) und ein Fragebogen zur Nachhaltigkeit auszufüllen.
[Formblatt 250HB und Fragebogen zum Download]
Soziale Anforderungen (Textil)
Hier wurden folgende Gütezeichen akzeptiert:
FWF – Fair Wear Fondation, ETI – Ethical Trading Initiative, FLA – Fair Labor Association, SA8000® Standard – Social Accountability International, GOTS – Global Organic Textile Standard, FAIRTRADE Produkt-Siegel „Baumwolle“ und „Textilproduktion“ oder gleichwertige Gütezeichen.
Soziale Anforderungen (Leder)
Hier wurden folgende Gütezeichen akzeptiert:
NATURLEDER IVN ZERTIFIZIERT – Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V., „Blauer Engel“ für Schuhe, EU-Umweltzeichen für Schuhe, FWF – Fair Wear Fondation, ETI – Ethical Trading Initiative, FLA – Fair Labor Association, SA8000® Standard – Social Accountability International, Biokreis Zertifizierung oder gleichwertige Gütezeichen.
Ökologische Anforderungen (Textil)
Hier wurden folgende Gütezeichen akzeptiert:
EU Ecolabel („EU-Blume“), Blauer Engel, OEKOTEX Standard 100 oder vergleichbare Standards.
[Leistungsbeschreibung zum Download]
Einwohnerzahl Bremen:
577.000
Kontakt:
Birte Detjen
Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung, Einkaufs-und Vergabezentrum
Telefon:
0421-361 12453
E-Mail:
birte.detjen@immobilien.bremen.de
Bremen - Schutz- und Sicherheitskleidung (2017)
Beschaffte Produkte
Beschreibung des Praxisbeispiels
Das Bundesland Bremen hat sich mit dem Tariftreue- und Vergabegesetz (2009) gesetzlich verpflichtet, soziale und ökologische Kriterien bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen. In der Folge wurden strukturelle Anpassungen im Einkaufsmanagement vorgenommen, wie beispielsweise der Aufbau einer "Kompetenzstelle für sozialverantwortliche Beschaffung" bei Immobilien Bremen, einem öffentlichen Unternehmen der Freien Hansestadt Bremen (FHB).
Die Beratungsangebote der Kompetenzstelle richten sich an bremische Kernverwaltung, öffentliche Schulen der Stadtgemeinde Bremen, andere öffentlich-rechtliche Einrichtungen und Gesellschaften der FHB als öffentliche Auftraggeber sowie institutionelle Zuwendungsempfänger der Freien Hansestadt Bremen.
In 2017 wurde von Immobilien Bremen eine Rahmenvereinbarung für die FHB (Land- und Stadtgemeinde) zur Lieferung von Warn- und Schutzkleidung (Zeitraum 01.03.2018 bis 29.02.2020) ausgeschrieben. Der Ausschreibung vorgeschaltet war ein Prozess mit Bieterdialog, Nutzerworkshop mit Unternehmen und Bieterworkshop.
Die Leistungen umfassten folgende Produkte:
- Arbeitshosen/Arbeitslatzhosen mit/ohne Knietasche, Arbeitsshorts, Wetterschutzhosen; Kniepolster
- Arbeitsjacken, -westen, Wetterschutzjacken (kurz/Parka), Fleece- und Softshelljacke
- Lang-/Kurzarmpoloshirts, T-Shirts
- Warnwesten (einfach/mit Handytasche)
- Funktionsunterwäsche (Sommer/Winter)
- Änderungsarbeiten, Logoservice
Als Siegelanforderungen gemäß BremKernV/Formblatt 250HB wurde eine Erklärung zur Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation oder das Produktgütezeichen GOTS gefordert. Gleichwertige Nachweise wurden akzeptiert.
Als ökologische Anforderung wurde der Ökotex Standard 100 (oder vergleichbar) gefordert.
Die Zuschlagskriterien setzten sich zusammen aus:
- Wertungspreis (inkl. Aufbereitungszyklen): 40%
- Qualität (Tragekomfort/Verarbeitung): 50%
- Soziale Nachhaltigkeit: 10%
Leistungsbeschreibung Warn- und Schutzkleidung 2017
Leistungsverzeichnis Warn- und Schutzkleidung 2017
Ergänzende Vertragsbedingungen ILO
Einwohnerzahl Bremen:
577.000
Kontakt:
Birte Detjen
Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung, Einkaufs-und Vergabezentrum
Telefon:
0421-361 12453
E-Mail:
birte.detjen@immobilien.bremen.de
Bremen - Zirkuläre Shirts für interkommunale Einkaufsgemeinschaft - Beyond-Audit (2023)
Beschaffte Produkte
Beschreibung des Praxisbeispiels
Von einer Einkaufsgemeinschaft bestehend aus der Freien Hansestadt Bremen (Land und Stadtgemeinde sowie weiteren Bezugsberechtigten) und den Kooperationspartner:innen Polizei Berlin, Stadt Karlsruhe, Stadt Oldenburg (Oldb) und Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg mbH wurde 2023 der Abschluss eines Rahmenvertrags zur Lieferung von zirkulären und nachhaltigen T-Shirts und Polo-Shirts öffentlich in 5 Losen ausgeschrieben:
- Los 1: Zirkuläre T-Shirts für die Haushaltswäsche
- Los 2: Nachhaltige T-Shirts für 60 Grad Haushaltswäsche und Industriewäsche
- Los 3: Zirkuläre T-Shirts für die Haushaltswäsche
- Los 4: Nachhaltige T-Shirts für 60 Grad Haushaltswäsche und Industriewäsche
- Los 5: Nachhaltige Polo-Shirts für 60 Grad Haushaltswäsche und Industriewäsche
Der Vertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr mit automatischer Verlängerung um ein weiteres Jahr (es sei denn, es erfolgt eine Kündigung). Das geschätzte Volumen beträgt rd. 3.000 T-Shirts und rd. 1.000 Polo-Shirts pro Jahr und deckt den Bedarf Bereiche Umweltbetriebe, Schwimmbäder, Polizei, Feuerwehr u.a.
Definition Zirkularität
Die Shirts müssen folgende Materialzusammensetzung haben:
„Baumwoll-Polyester-Mischgewebe mindestens 50 % Baumwolle. Recycelter Polyesteranteil und Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau werden höher bewertet (siehe Zuschlagskriterien).“
Als Nachweis für den Recycling-Polyester-Anteil wurde eine Zertifizierung mit Global Recycled Standard durch einen technischen Prüfbericht oder ein Cradle to Cradle-Zertifikat akzeptiert.
Bio-Baumwolle kann zum einen in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden, d.h., dass diese kompostierbar ist. Zum anderen kann Bio-Baumwolle auch in den technischen Kreislauf zurückgeführt werden und als recyceltes Garn bei neuen Produkten eingesetzt werden.
Nachhaltigkeitskriterien – Mindestanforderungen
In der Leistungsbeschreibung unter Punkt 3.1 Ökologische Anforderungen wird festgelegt:
„Die Grenzwerte der EU-Vorgaben zur „EU-Blume“ für Textilien dürfen nicht überschritten werden.
Wenn die angebotenen Artikel, mindestens aber die Hauptkomponenten des Produktes oder das Produkt selbst, das europäische Umweltzeichen (Label Typ I – ISO 14024) „EU-Blume“ oder das deutsche Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen oder gemäß „OEKO-TEX® 100 Standard“ zertifiziert sind, gelten alle Anforderungen nachweislich als erfüllt.
Andere privatrechtliche oder staatliche Textilzertifikate, die den genannten Kriterien entsprechen, oder andere geeignete Nachweise (z. B. technisches Dossier des/der Hersteller:in mit Testbericht anerkannter Prüfstellen) werden ebenfalls akzeptiert.“
Punkt 3.2 Soziale Kriterien der Leistungsbeschreibung bestimmt:
„Es gelten die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) entsprechend § 1 der Bremischen Kernarbeitsnormenverordnung als zusätzliche Vertragsbedingungen bei Textilien. Der Nachweis der Erfüllung der sozialen Kriterien erfolgt durch ein Gütezeichen.
Folgende Siegel, Label, Zertifizierungen oder Mitgliedschaftsbescheinigungen in einer Initiative können zum Nachweis vorgelegt werden:
- FWF: Fair Wear Foundation
- ETI: Ethical Trading Initiative
- FLA: Fair Labor Association
- GOTS: Global Organic Textile Standard
- Fairtrade-Textilstandard
- Fairtrade-Baumwollstandard
- SA8000
- Grüner Knopf
In den Formblättern 249 HB und 250 HB werden die Erklärungsmöglichkeiten der Nachweisführung im Einzelnen beschrieben. Das Formblatt 250 HB ist auszufüllen.“
Des Weiteren legt die Leistungsbeschreibung zum Lieferkettenmanagement fest, dass Bieter:innen verpflichtet sind, die Produktionsstätten der Produktbestandteile in der gesamten Lieferkette offenzulegen. Die Auftraggeber:innen selbst sowie beauftragte Dritte sollen bei Bedarf Zugang zu den Produktionsstätten zur Prüfung erhalten.
Wertung – Zuschlagskriterien
Die Wertung wurde wie folgt festgesetzt:
- Preis 30 % (max. 300 Punkte)
- Qualität 40 % (max. 400 Punkte)
- Zirkuläre Kriterien und Lieferkettenmanagement 30 % (max. 300 Punkte)
Bei der Nachhaltigkeit wurden bewertet:
- Zirkuläre Kriterien 20 % (max. 200 Punkte)
- Lieferkettenmanagement 10% (max. 100 Punkte)
Für die Bewertung war für jedes Los ein Fragebogen auszufüllen, in dem für Qualität und Nachhaltigkeit verschiedene Fragen zu beantworten waren (s. unter Downloads).
Ergebnis der Ausschreibung
Punkte, die die bezuschlagten Unternehmen erreichen konnten:
- Los 1: 25 Zirkularität, 45 Lieferkette (gilt für die meisten Bietenden; das Los wurde aber nicht gewertet, da kein Angebot mit Bio-Baumwolle abgegeben wurde)
- Los 2: 55 Zirkularität, 40 Lieferkette
- Los 3: 0 Zirkularität, 45 Lieferkette
- Los 4: 35 Zirkularität, 45 Lieferkette
- Los 5: 0 Zirkularität, 40 Lieferkette
Leider konnten die erwünschten Nachhaltigkeitsanforderungen nicht flächendeckend erfüllt werden. Erfreulich ist allerdings, dass trotz diverser zusätzlicher Anforderungen an Nachhaltigkeit, insbesondere an Zirkularität und Lieferkettenmanagement, vier wertbare Angebote eingegangen sind.
Im Ergebnis liegt der Preis der T-Shirts geringfügig über dem Preis aus vorherigen Ausschreibungen.
Zur Vorgehensweise – Einkaufsgemeinschaft und Lieferkettennachweis
Gemeinschaftlich zu beschaffen ist seit mehreren Jahren ein Ziel des Einkaufs- und Vergabezentrums bei Immobilien Bremen. So werden auch Umlandkommunen beworben, sich am BreKat (dem elektronischen Einkaufskatalog in Bremen) zu beteiligen. Grund dafür ist, die Marktmacht der öffentlichen Hand zu stärken und hierdurch die Möglichkeit zu haben, Nachhaltigkeitskriterien besser umzusetzen.
In diesem Projekt sollte versucht werden, eine bundesländerübergreifende Beschaffung durchzuführen und als öffentliche Hand einen Einblick in die Lieferkette zu erhalten, mit dem Ziel, möglicherweise auch in Zukunft – koordiniert durch eine Zentralstelle – gemeinsame Beschaffungen der öffentlichen Hand auf kommunaler/Landesebene durchzuführen.
Allerdings stellte sich im vorliegenden Verfahren schon das Gewinnen von Partnerkommunen als äußerst schwierig und langwierig heraus und auch der Prozess der Einigung war durchaus zeitaufwendig (aufgrund der Koordinierung der unterschiedlichen Bedarfe). Dennoch geht nach Ansicht von Immobilen Bremen an gemeinsamen Beschaffungen auch in der Zukunft kein Weg vorbei.
Ein Einblick in die Lieferkette konnte durch ein so genanntes „Beyond-Audit“ in der Produktionsfabrik in Bangladesch erreicht werden, bei dem sowohl das Management als auch die Arbeiter:innen in vertrauensvollen Gesprächen zu den Arbeitsbedingungen befragt wurden. Über die Ergebnisse des Beyond-Audits ist die Freie Hansestadt Bremen in Gesprächen mit den Herstellern. Ziel ist, festgestellte Missstände zu verbessern.
Zum Download
[Leistungsbeschreibung]
[Leistungsverzeichnis]
[Formblätter HB 249 und 250]
[Wertungs-Tabellen Lose 1-5]
Einwohnerzahl Bremen:
577.000
Kontakt:
Birte Detjen
Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung, Einkaufs-und Vergabezentrum
Telefon:
0421-361 12453
E-Mail:
birte.detjen@immobilien.bremen.de
Wer kennt sich mit diesem Produkt besonders gut aus?

Ansprechperson für: Bekleidung & Textilien
+49 251 674413 34
Baum@ci-romero.de

Ansprechperson für: Bekleidung & Textilien
0049 228 90 91 73 09
Rosa.Grabe@femnet.de
Gibt es Anbieter für dieses Produkt, die Ihre Ansprüche an Nachhaltigkeitsstandards erfüllen können?
Gleichen Sie ab, welche Gütezeichen Ihre Ausschreibungskriterien nachweisen und sehen Sie nach, ob es ausreichend Anbieter gibt, die diese erfüllen. Die zugrunde liegenden Kriterien im sozialen und ökologischen Bereich können von Gütezeichen zu Gütezeichen sehr unterschiedlich sein. Nutzen Sie für den Abgleich den Gütezeichenfinder im Kompass Nachhaltigkeit – dieses Angebot ist allerdings noch nicht für alle Produktgruppen verfügbar.
Sie können im Vorfeld einer Ausschreibung mit möglichen bietenden Unternehmen in definierten Grenzen Kontakt aufnehmen, solange dies wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist. Es bieten sich je nach Fall auch Markt- oder Bieterdialoge an, um in die Kommunikation mit dem Markt zu gehen. Dazu empfehlen wir u.a. unsere Hinweise zur Marktanalyse und die SKEW-Publikation „Kommunikation mit dem Markt“.
Die untenstehende Auflistung von Unternehmen ist keine vollständige Übersicht, sie dient nur für einen ersten Überblick und beruht auf Angaben der Unternehmen. Bitte prüfen Sie selbst, ob das Unternehmen das Produkt in der von Ihnen gewünschten Ausführung aktuell auch mit einem von Ihnen akzeptierten Gütezeichen anbieten kann.
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