Kompass Nachhaltigkeit

Öffentliche Beschaffung

Diverse Dekorationsartikel

CPV-Code
39298900-6

Für die Produktgruppe Holz & Holzprodukte können wir Ihnen leider noch keine Analyse relevanter Gütezeichen anbieten. Unsere Beispiele geben Ihnen Orientierung, welche sozialen und ökologischen Kriterien Sie in Ihrer Ausschreibung anlegen können.

You can find best-practice cases for the following German federal states (information only available in German):

Was Sie bei der Beschaffung von Holz & Holzprodukten beachten müssen

Holz ist ein vielseitiger Rohstoff, der unter anderem zu Bauholz oder Möbeln weiterverarbeitet wird. Bei Holzprodukten ist die Nachfrage der öffentlichen Beschaffung größer als der private Konsum (der Verbrauch im öffentlichen Sektor ist mehr als doppelt so hoch) und kann entsprechend wichtige Anreize für eine nachhaltigere Produktion setzen.

 

Erfahren Sie mehr über die die sozialen und ökologischen Herausforderungen bei der Produktion von Holz- und Holzprodukten und über Möglichkeiten, diese durch Ihren Beschaffungsprozess positiv zu beeinflussen. Allgemeine Hinweise zum Einkaufprozess finden Sie hier

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Lieferkette im Detail

(nach UBA)

Klicken Sie auf einzelne Schritte in der Infografik links, um mehr über die ökologischen und sozialen Herausforderungen bei der Beschaffung von Holz & Holzprodukten zu erfahren.

01 Rohstoffgewinnung

Die Gewinnung von Holz steht sowohl vor ökologischen Herausforderungen durch Abholzung als auch sozialen Herausforderungen in den Abbaubetrieben. Beispiele hierfür können u.a. sein:

Ökologische Herausforderungen

  • Großflächige Entwaldung (teilweise illegal)

  • Bedrohung der Artenvielfalt

  • Bodenschäden

  • Beeinträchtigung des lokalen und globalen Klimas

Soziale Herausforderungen

  • Gefährdung der Lebensgrundlagen umliegender Gemeinden (insbes. indigener Völker) durch Entwaldung und Holzschlag
  • geringen Löhnen

  • unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen und Unfälle beim Abbau

  • Diskriminierung und Zwangsarbeit

  • Korruption

 

 

 

02 Verarbeitung

Bei der Weiterverarbeitung von Holz durch die Säge- und Holzwerkstoffindustrie entstehen sowohl ökologische als auch soziale Herausforderungen in den Betrieben. Beispiele hierfür können u.a. sein:

Ökologische Herausforderungen

  • Emissionen in Luft und Wasser
  • großer Energie- und Wasserverbrauch
  • Einsatz von umweltschädigenden Substanzen (z.B. Klebstoffe und Lacke)

Soziale Herausforderungen

  • geringen Löhnen

  • unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf gesundheitsgefährdende Substanzen wie z.B. Aziridin (Ethylenimin) oder Chrom(VI)-Verbindungen nach Anhang I Richtlinie 67/548/EWG, die u.a. in Klebstoffen, Lacken, Farbstoffen und Leimen enthalten sind

 

 

03 Nutzung

Die Gebrauchsphase von Holz und Holzprodukten stellt keine ökologischen Herausforderungen dar. Allerdings können natürlich durch maßvollen Einkauf von Qualitätsprodukten mit einer hohen Lebensdauer wertvolle Ressourcen geschont werden. Außerdem kann die Gesundheit des Menschen durch Ausdünstungen und Kontakt mit behandelten Holzprodukten, z.B. von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), gefährdet werden.

04 Entsorgung

Bei der Entsorgung von Holzprodukten entstehen ökologische Herausforderungen durch falsche Entsorgung und fehlendes Recycling. Dies führt zu Emissionen und Kontaminationen bei der Müllverbrennung und Deponierung.

05 Transport

Holzgewinnung in den Tropen Afrikas, Weiterverarbeitung in verschiedenen Ländern Asiens und Vertrieb der Produkte in Deutschland und Europa: So oder so ähnlich können Lieferketten im Holzsektor aussehen. Von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum fertigen Endprodukt werden meist lange Transportwege zurückgelegt. Treibstoffverbrauch und Abgase sorgen für Umwelt- und Klimabelastungen, die auch für die Gesundheit des Menschen schädlich sind. Für den Transport mit schweren Nutzfahrzeugen wie LKW gilt die Abgasnorm Euro VI, die von Beschaffern für den Transport verlangt werden sollte.

01.Rohstoffgewinnung

Holz aus Frischfasern, recycelte Holzprodukte

02.Verarbeitung

Weiterverarbeitung durch die Sägeindustrie (d.h. Schneiden von Bauschichthölzern, Herstellen von Schnittholz für Verpackungen oder Möbel etc.) und durch die Holzwerkstoffindustrie, (d.h. Herstellen von Wärmedämmplatten, Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen etc.)

Herausforderungen für die einzelnen Phasen erfahren

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Welche Gütezeichen gibt es für Holz?

Sie wollen Siegel und Zertifikate für Ihren Einkauf verwenden und benötigen eine Orientierungshilfe?

Gibt es Kommunen in Ihrer Nähe, die Holz nachhaltig beschaffen?

Gibt es Bieter für Holz, die Ihre Ansprüche an Nachhaltigkeitsstandards erfüllen können?

Welcher Auftragsgegenstand ist rechtlich zulässig?


  • Die richtige Antwort ist „Bauholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft“. Der Auftragsgegenstand darf nicht diskriminierend formuliert sein. Verweise auf Marken oder Umweltzeichen wie dem „Blauen Engel“ sowie Präferenz regionaler Produkte stehen mit diesem Grundprinzip im Widerspruch. Klare Signale wie „sozial-verantwortliche Produktion“ oder „nachhaltige Forstwirtschaft“ sind hingegen nicht diskriminierend.

  • Richtig. Der Auftragsgegenstand darf nicht diskriminierend formuliert sein, aber sollte entscheidende Signalwörter enthalten.

  • Die richtige Antwort ist „Bauholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft“. Der Auftragsgegenstand darf nicht diskriminierend formuliert sein. Verweise auf Marken oder Umweltzeichen wie dem „Blauen Engel“ sowie Präferenz regionaler Produkte stehen mit diesem Grundprinzip im Widerspruch. Klare Signale wie „sozial-verantwortliche Produktion“ oder „nachhaltige Forstwirtschaft“ sind hingegen nicht diskriminierend.